neurodiem-image

Hilfsmittel und Assistenztechnologie: neue Entwicklungen für Menschen mit motorischen neurologischen Erkrankungen

Neurologische Erkrankungen können mit schweren motorischen Defiziten verbunden sein. Insbesondere neuromuskuläre Erkrankungen sind durch fortschreitende motorische Funktionsstörungen gekennzeichnet. Paradigmatisch sind die amyotrophe Lateralsklerose (ALS) und fortgeschrittene Verlaufsformen der spinalen Muskelatrophie (SMA), die zu progredienten Paresen führen. Bei Patienten mit motorischen neurologischen Erkrankungen (MNE) können Mobilität, Kommunikation, Ernährung und Atmung eingeschränkt sein (Abb. 1). Die neuromuskulären Defizite von Mobilität und Kommunikation beeinträchtigen die Teilhabe der Betroffenen am sozialen Leben sowie deren Lebensqualität, während motorische Funktionsverluste in der Schluck- und Atmungsfunktion mit einer Verkürzung der Lebenszeit verbunden sein können (Malnutrition und respiratorische Insuffizienz). Motorische Defizite in allen genannten Domänen können mit einer Vielzahl von belastenden Symptomen einhergehen (z.B. Muskelkrämpfe, Spastik, Schmerzen).