Wie ist der subjektive Rückgang der kognitiven Fähigkeiten mit der Neurodegeneration assoziiert?

Erkenntnisse

  • Da sich der Zusammenhang des Scores der subjektiven Gedächtnisverschlechterung (Subjective Memory Decline, SMD) mit dem Grad der Neurodegeneration zwischen Personen mit normaler Kognition, Personen im Frühstadium und Personen in späten Stadien der Demenz unterscheidet, sollte er im Kontinuum von normaler Kognition bis zur Alzheimer-Demenz unterschiedlich interpretiert werden.

Bedeutung

  • Personen mit subjektivem Rückgang der kognitiven Fähigkeiten (Subjective Cognitive Decline, SCD), aber ohne Demenz, haben ein erhöhtes Risiko für einen anschließenden objektiven Rückgang der kognitiven Fähigkeiten und Demenz, was auf die SMD zurückgeführt wird. Darüber hinaus zeigen Neuroimaging-Studien, dass diese Patientenpopulation erhöhte Biomarkerspiegel aufweist, die auf die Alzheimer-Krankheit hindeuten.

  • Der Zusammenhang von SCD mit einer möglichen zugrunde liegenden Pathologie bei Patienten mit leichter kognitiver Beeinträchtigung oder Alzheimer-Demenz-Diagnose ist unklar.

  • Die Ergebnisse dieser Studie können Ärzten dabei helfen, Patienten mit einem erhöhten Risiko für Neurodegeneration im gesamten Kontinuum von der normalen Kognition bis zur Alzheimer-Krankheit zu identifizieren.