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Niedrig dosierte Strahlung ist bei Kindern mit Medulloblastom der Standard-Strahlendosis unterlegen

Eine Studie der Children’s Oncology Group (COG) hat die Auswirkungen einer niedrig dosierten Strahlentherapie bei Kindern mit Medulloblastom untersucht.

Die Standardtherapie für Patienten mit Medulloblastom im Alter von > 3 Jahren besteht aus kraniospinaler Bestrahlung (Craniospinal Radiotherapy, CSRT) plus Chemotherapie. Dieser Ansatz ist jedoch mit einem strahlenbedingten neurokognitiven Rückgang und einer schlechten Lebensqualität verbunden.

Die COG-Studie wurde zum Teil durchgeführt, um festzustellen, ob niedrigere Dosen von CSRT den neurokognitiven Rückgang verringern würden, ohne das ereignisfreie Überleben (Event-Free Survival, EFS) und das Gesamtüberleben (Overall Survival, OS) zu beeinträchtigen.

Insgesamt wurden 226 Patienten im Alter von 3 bis 7 Jahren randomisiert, um eine niedrig dosierte CSRT (18,0 Gy) oder eine Standarddosis CSRT (23,4 Gy) zu erhalten. In einer Post-hoc-Analyse wurde auch der Einfluss des molekularen Subtyps (WNT, SHH, Gruppe 3 oder Gruppe 4) auf die Überlebensergebnisse bewertet.