Pathogene Varianten von TNNC2 verursachen kongenitale Myopathie, sagen Forscher

Forscher haben neue genetische Varianten, die eine kongenitale Myopathie verursachen, sowie eine potenzielle Behandlungsstrategie für deren Bewältigung identifiziert.

„Troponin C (TnC) ist ein entscheidender Regulator der Kontraktion der Skelettmuskulatur“, sagte Dr. Martijn van de Locht vom Amsterdam UMC in den Niederlanden. „Erstaunlicherweise ist das Gen, welches schnelles Skelett-TnC (TNNC2) kodiert, nie mit Muskelerkrankungen in Verbindung gebracht worden.“

Beim WMS 2020 stellte Dr. van de Locht Ergebnisse zu zwei Familien mit pathogenen Varianten von TNNC2 vor. Die betroffenen Patienten hatten eine kongenitale Muskelerkrankung, charakterisiert durch Muskelschwäche, schlechte Muskelkontraktilität und Atembeschwerden.

Mithilfe molekularer Simulationsmodelle zeigten die Forscher, dass die beiden pathogenen Varianten c.100G>T und c.237G>C die TnC-Bindungsstellen für Calcium bzw. Troponin I unterbrechen. Beide Varianten führen zu Myozyten mit deutlich reduzierter Calciumsensitivität.