Sensomotorische und kognitive Konnektivität des Kleinhirns und Hirnschäden bei früher Multipler Sklerose: Gibt es einen Zusammenhang?

Erkenntnisse

  • Sensomotorische und kognitive Bereiche verändern ihre funktionelle Konnektivität im Kleinhirn als Reaktion auf eine strukturelle Schädigung des Gehirns, selbst wenn keine Behinderung vorliegt.

Bedeutung

  • Der Zusammenhang zwischen veränderter funktioneller Konnektivität des Kleinhirns und strukturellen Hirnschäden bei Multipler Sklerose ist noch nicht geklärt. Dies ist die erste Studie, in der funktionelle Konnektivitätsveränderungen der motorischen und kognitiven Bereiche des Kleinhirns und ihr Zusammenhang mit strukturellen Hirnschäden in Fällen ohne Behinderung untersucht wurden.

  • Diese wichtigen Ergebnisse tragen zu unserem weiteren Verständnis der klinischen Bedeutung von Veränderungen der funktionellen Konnektivität des Kleinhirns bei und zeigen auf, ob diese Veränderungen trotz struktureller Schädigung des Gehirns einem erhaltenen klinischen Status zugrunde liegen. Derartige Informationen würden letztendlich die Entwicklung zielgerichteter Therapien in den frühen Stadien der Erkrankung unterstützen.